Was wird aus der Skatebahn?

Die Suche nach einem geeigneten Standort für die Skatebahn für die Barmstedter Kinder und Jugendlichen wird allmählich zu einer unendlichen Geschichte.

Am politischen Willen, das Projekt umzusetzen, mangelt es indes nicht. Es besteht Konsens über die Fraktionsgrenzen hinweg, ein solches Angebot in Barmstedt zu schaffen.

Nachdem zunächst ein Standort auf dem Gelände der Gottfried-Semper-Schule aus Gründen der Nähe zum Jugendzentrum JuKids, der Offenheit und Einsehbarkeit des Geländes und der geeigneten Oberflächenbeschaffenheit unter Hinzuziehung der Verwaltung, der Polizei, des Stadtjugendpflegers und der Politik favorisiert worden war, musste dieser, ebenso wie Alternativen auf dem Gelände der GSS, aufgrund von Lärm- und Fluchtwegevorschriften, verworfen werden.

Diverse Alternativstandorte wurden geprüft, erwiesen sich aber allesamt als ungeeignet, da sich die Flächen entweder nicht im Besitz der Stadt befinden oder sie durch die ihre Nähe zu angrenzender Wohnbebauung gar nicht oder nur mit Umsetzung umfangreicher und kostenintensiver Lärmschutzmaßnahmen nutzbar wären.

Unserer Meinung nach müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen: einen Standort für eine Skateanlage auf einem im Besitz der Stadt befindlichen Grundstück, das zentral und offen gelegen ist und zugleich nicht in den Konflikt mit Lärmschutzauflagen gerät, gibt es in Barmstedt derzeit schlicht und ergreifend nicht.

Deshalb plädieren wir als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dafür, den Bau einer solchen Anlage verbindlich in der Entwicklung eines neuen Bebauungsplanes vorzusehen, um von vornherein die oben genannten Aspekte in der Planung zu berücksichtigen. Ob die zu entwickelnde Fläche im Gewerbegebiet Schusterring, der zur Zeit als einziger potentieller Standort verblieben ist,  dafür geeignet ist, wird der Prüfungsprozess zeigen, der in der letzten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Schule und Sport mehrheitlich beschlossen wurde. In diesen sind unserer Meinung nach auch die Kinder und Jugendlichen dringend und frühzeitig einzubeziehen.

Klar ist aber, dass auch dieser Prozess und die mögliche nachfolgende Umsetzung, Jahre in Anspruch nehmen wird. Von einer kurzfristigen Errichtung einer Skatebahn ist also nicht auszugehen. Wir plädieren daher für eine offenen und ehrlichen Dialog mit den Jugendlichen der Stadt und sprechen uns dafür aus, sie nicht länger mit Planungsperspektiven hinzuhalten.

Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden wir uns weiterhin für den Bau einer Skatebahn einsetzen, fordern aber zugleich die Entwicklung und Umsetzung alternativer Freizeitangebote für die Barmstedter Kinder und Jugendlichen, um sie nicht mit der ungewissen Aussicht auf eine Skatebahn in ferner Zukunft zu vertrösten.

 

 

 

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