Wie klimafreundlich sind Barmstedts Schulen?

Bereits im Jahr 2017 hat die Stadt Barmstedt ein Energie- und Klimaschutzleitbild verabschiedet, in dem sie sich dazu bekennt, dass sie „… beim Klimaschutz bespielhaft vorangehen …“ will.

Im Zuge dessen enstand im Jahr 2018 ein Energiebericht, in dem festgestellt wurde, dass „das Handlungsfeld Gebäude … mit knapp 3.000 MWh / a (für 13 Gebäude), nach der aktuellen Datengrundlage, den mit Abstand größten Energieverbraucher innerhalb des direkten Einflussbereichs der Kommune dar(stellt).“

Weiterhin stellt der Bericht fest, „… ergeben sich für das Handlungsfeld Gebäude CO2-Emissionen für Heizenergie und Elektroenergie von 810 Tonnen CO2 pro Jahr“.

Insbesondere bei den Schulgebäduen der James-Krüss-/Albert-Schweitzer-Schule sowie der Gottfried-Semper-Schule wird ein hoher Handlungsbedarf attestiert.

Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fragen uns: „Was ist seit dem März 2018, in dem dieser Bericht vorgestellt wurde, im Hinblick auf das Energie- und C02-Management der Schulgebäude passiert?“

Darüber hinaus möchten wir in Erfahrung bringen, in welchem Umfang regenerative Energien für die Schulen genutzt werden oder der Energiebedarf bspw. auf Photovoltaik umgestellt werden könnte.

Dass diese Fragen und ein adäquates Handeln in Zeiten des Klimawandels mehr als drängend sind, liegt auf der Hand.

Mit dem Energie- und Klimaschutzleitbild ist ein erster wichtiger Schritt getan, dem nun dringend Taten folgen müssen!


 

Unsere Anfrage im Wortlaut:

Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Kultur, Schule und Sport am 18.11.2019

Im Rahmen der Energiewende und unter dem Eindruck des fortschreitenden Klimawandels sollten die städtischen Gebäude, Anlagen und Betriebe – gerade auch unter dem parteiübergreifend beschlossenen Nachhaltigkeitsgebot für die laufende Legislaturperiode – einer stetigen Überprüfung unterzogen werden.

Die Stadtvertretung der Stadt Barmstedt hat zu diesem Zweck bereits im Jahr 2017 ein Energie- und Klimaschutzleitbild verabschiedet, das besagt, dass „… die Stadt Barmstedt … beim Klimaschutz beispielhaft vorangehen … “ will und das u.a. die „… kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz und den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Energie …“ zum Inhalt hat.

Zudem wurde in der Sitzung der Stadtvertretung am 10. April 2018 angekündigt, dass „… ein Energie- und Klimaschutzprogramm zu erstellen sein (wird), das die Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz beinhalten wird. Das Energie- und Klimaschutzprogramm wird von den Handlungsfeldverantwortlichen in der Arbeitsgruppe ausgearbeitet und der Politik vorgestellt werden.“

Da dieses Programm unserer Kenntnis nach bis heute nicht ausgearbeitet und vorgestellt wurde, bitten wir als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Verwaltung der Stadt Barmstedt um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Auf welche Art und Weise und in welchem Umfang werden derzeit regenerative Energien für die schulischen Gebäude der Stadt genutzt?
  2. Sind derzeit Maßnahmen seitens der Stadt geplant, den Energiebedarf der Schulen auf erneuerbare Energien, insbesondere die Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen, umzustellen?
  3. Welche Maßnahmen unternimmt die Stadt generell im Hinblick auf eine Minimierung des Energiebedarfs bzw. eine Steigerung der Energieeffizienz sowie eine Senkung der CO2-Belastung durch den Betrieb der städtischen Schulen im Sinne des 2017 beschlossenen Energie- und Klimaschutzleitbildes?

Wir erbitten eine Stellungnahme in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Schule und Sport am 18.11.2019.

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