KiTa-Standort

Die Frage, wo eine dringend benötigte neue KiTa errichtet werden solle, wird in Barmstedt unverändert diskutiert – am 24. April auch wieder in der Sitzung der Stadtvertretung in der Kommunalen Halle. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Ein Standort für den neuen Kindergarten in Barmstedt?
Die Fraktion von Bündnis90/DieGrünen spricht sich klar für den Standort des neuen Kindergartens am Steinmoor aus. Nachdem das von uns durchaus favorisierte Grundstück an der Düsterlohe im Baugebiet 72 b aus infrastrukturellen Gründen für die geplante Kita leider zu klein geworden ist und für das Grundstück an der Jugendbildungsstätte Rechtsfragen noch offen sind und auf eine lange Klärungsphase hindeuten, halten wir den von der Verwaltung vorgeschlagenen „neuen“ Standort am Steinmoorweg für einen gangbaren Weg, um die Planung der Kita zügig voran zu bringen, anstatt sich in endlosen Streitigkeiten zu verlieren. Ja, es gibt einen Beschluss der Stadtvertretung, auch mit unseren Stimmen für beide Standorte an der Düsterlohe. Wir halten es aber für falsch, an einmal gefassten Beschlüssen um jeden Preis festzuhalten, wenn Unvorhergesehenes eintritt, die Planungen unmöglich oder unvorhersehbar machen. Das Grundstück im 72 b hat nur noch 1.500 m2 und ist damit für einen Kindergarten zu klein geworden, zumal wir anhand der uns gestern vorgelegten Anmeldezahlen von einer Planung für 4 Krippen- und 3 Elementargruppen ausgehen müssen. Auf dem Grundstück des KJR müsste für den Bau zudem der Wall vollständig entfernt werden. All das halten wir nicht mehr für vertretbar, um an diesen Grundstücken festzuhalten. Ein klare Absage gibt es von uns auch für den Vorschlag, im 72 b zunächst eine Kita zu bauen und in drei Jahren im Steinmoor den nächsten. Innerhalb von drei Jahren über 2 Mio. Euro für jede Kita ausgeben, insgesamt 4-5 Mio.? Wo soll das Geld herkommen? Es fehlen dann die Gelder für weitere wichtige Vorhaben, wie Schule, Bücherei und Feuerwehr oder wir müssten die Grundsteuern erhöhen, das ist mit uns nicht zu machen. Dazu kommt, falls der Kindergarten an einem dieser beiden Standorte entstehen sollte, würden die ersten Kinder auch dort nicht vor 2020 einziehen können. Aufwendige Antragsverfahren und Ausschreibungen bedingen diese Zeit bis zur Fertigstellung der Kita.
Beschlossen wurde in der Sitzung des Sozialausschusses am 20.3.18 mehrheitlich mit unseren Stimmen die Empfehlung an die Stadtvertretung, dass der neue Kindergarten von der Stadt gebaut und der Betrieb an einen Träger vergeben werden soll. Das hat den Vorteil, dass das Gebäude im Besitz der Stadt bleibt und kein weiteres Personal für Verwaltungsaufgaben eingestellt werden muss. Wir sehen keine Chance, den Kindergarten durch die Stadt betreiben zu lassen. Gesetze von 1945 (anerkannte Träger der Jugendhilfe haben Vorrang vor Kommunen bei dem Betrieb von Kitas) und die Finanzlage der Stadt lassen es aus unserer Sicht leider nicht zu.
Marina Quoirin-Nebel
Stadtvertreterin und Mitglied im Bau-, Sozial- und Werkausschuss

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